Modellpalette bietet für jeden die passende Ausstattung

Der ASX wirkt besonders sportlich. Sein Design ist gerade durch die Front als typisches Mitglied der Mitsubishi- Modellpalette zu erkennen. Foto: Dönges

Mit der Neuauflage des Mitsubishi ASX, von vielen Mitsubishi-Kunden lange erwartet, treibt der japanische Hersteller unter anderem die Elektrifizierung seiner Antriebspalette weiter voran. Das sportliche Crossover-Modell wird als Plug-in-Hybrid, Vollhybrid und Mildhybrid angeboten – und ist in der Einstiegsvariante auch mit einem Turbo-Dreizylinder Benziner erhältlich. Wir fuhren den Mildhybrid in der Top-Ausstattung. Der Motor leistet 116 kW (158 PS), die über ein 7-Gang-Automatikgetriebe auf Trab gebracht werden.

Beim Einstieg empfing uns ein gutes Raumangebot nicht nur für Passagiere, auch fürs Gepäck. 422 Liter passen in den Stauraum. Praktisch ist außerdem die um 16 Zentimeter in der Länge verschiebbare Rückbank. So lässt sich entweder mehr Beinfreiheit im Fond oder ein größeres Kofferraumvolumen realisieren.

Hinter der eleganten Rückansicht verbirgt sich viel Platz fürs Gepäck. Foto: Dönges

Der Innenraum glänzt mit tadelloser Verarbeitung. Tastbare Flächen sind weich hinterschäumt, Hebel und Schalter fassen sich gut an. Blickfang ist das hochformatige Display mit einer Größe von 9,3 Zoll, mit dem sich alle wesentlichen Funktionen steuern lassen. Das Smartphone kann durch Android oder Apple kabellos eingebunden werden. Nur auf die konventionellen Drehsteller für die einfache und sichere Justierung der Audio-Lautstärke hat man verzichtet. Das gelingt manuell allenfalls über den Satelliten an der Lenksäule mittels Wippschalter.

Die ergonomisch gestalteten Sitze geben einen guten Seitenhalt. Platz ist vorne wie hinten viel vorhanden. Selbst bei mit vier Erwachsenen besetztem Fahrzeug kommt sich niemand in die Quere. Angenehm ist auch das geringe Geräuschniveau. Meist sind nur Wind- und Abrollgeräusche vernehmbar, weil sich der Motor samt und sonders nur zurückhaltend bemerkbar macht. Für Fahrerin oder Fahrer liegen die Bedienungsschalter in Reichweite, der in der Mitte der Armaturentafel angebrachte Bildschirm für Navigation, Radio und ein paar weitere Dinge gehorcht auf Befehle per Touchscreen.

Die Bremsen sprechen weich und gut dosierbar an. Bei der Federung zeigt sich die neue französisch-japanische Freundschaft von der charmanten Seite und wirkt nur bei Schleichfahrt auf schlechter Fahrbahn ein wenig hart.

Das Fahrverhalten insgesamt ist unaufgeregt und spurstabil, schnelle Kurven bewältigt der ASX lange neutral und gerät erst bei Überdruss ins einbremsende Untersteuern.

Serienmäßige Fünf-Jahres-Garantie

Für den Fahrer sind die wichtigen Armaturen alle gut sichtbar angeordnet und
leicht zu erkennen. Foto: Jungmann

Die Ausstattung bei der Top-Ausstattung ist umfangreich, wenn auch nicht komplett. Immer dabei sind der Notbremsassistent, die aktive Spurhaltung, die Verkehrszeichenerkennung und LED-Scheinwerfer. Die Heizungen für Vordersitze und Lenkrad gibt es als Dreingabe, ebenso einen Regensensor für die Scheibenwischer und eine Klimaautomatik. Nicht zu vergessen: Mitsubishi gibt auf das Fahrzeug eine Fünf-Jahres-Garantie. Das ist für ein Mini-SUV in dieser Preisklasse schon eine ganze Menge.

Rundum sorglos, elegant und sportlch unterwegs

Das Ausstattungsniveau „Top“ liefert höchsten Komfort und erstklassiges Design. Ab 36 890 Euro wird hier neben einem elektrischen Glasschiebedach ein umfangreiches Infotainment-Angebot mit Bose Premium Sound-System und neun Lautsprechern inklusive Subwoofer und induktiver Smartphone-Ladefunktion geboten. Der vollelektrisch einstellbare Fahrersitz verwöhnt mit hochwertigem Leder und manuell einstellbarer Lendenwirbelstütze. Für einen stilvollen Auftritt innen sorgen zudem Dekorelemente in dunkler Holz-Optik. Abgerundet wird das Repertoire an Fahrassistenzsystemen durch den innovativen MI-PILOT, der den aktiven Spurfolgeassistenten mit der adaptiven Tempoautomatik verbindet und so entspanntes Fahren auch auf längeren Strecken garantiert.

Das sportliche Crossover-Modell wird als Plug-in-Hybrid, Vollhybrid und Mildhybrid angeboten – und ist in der Einstiegsvariante auch mit einem Turbo-Dreizylinder Benziner erhältlich. Foto: Dönges

Auch im Bereich Sicherheit und Fahrassistenz geht Mitsubishi keine Kompromisse ein: Einparkhilfe und Rückfahrkamera erleichtern den Alltag ebenso wie die integrierte Verkehrszeichenerkennung und die Notruffunktion eCall. Für noch mehr Sicherheit sorgen das Auffahrwarnsystem, das neben Fußgängern auch Radfahrer erkennt, sowie der Notbremsassistent und der aktive Spurhalteassistent.

Beim Top ergänzen eine silberne Dachreling, elektrisch anklappbare Außenspiegel und verdunkelte Privacy Glasscheiben ab der B-Säule die serienmäßige Außenausstattung. Im Innenraum sorgen ein Smart-Key-System inklusive Start-Stopp-Knopf, ein beheizbares Lederlenkrad und eine zweistufige Sitzheizung für die Vordersitze für noch mehr Komfort. Neben der Klimaautomatik zählen auch ein doppelter Laderaumboden und ein Regensensor zur Ausstattung. In der Hybrid-Variante kommt zudem eine digitale Instrumentierung mit 7-Zoll-Farbdisplay hinzu.

Design mit sportlichem Anspruch

Von seiner Klassifizierung gehört das Auto zwar zur Kategorie SUV, dürfte aber keineswegs das Missfallen notorisch gegen diese Spezies argumentierende Kritiker auf sich ziehen. So wie beim französischen Pendant (Renault Captur) erhebt sein Design einen sportlichen Anspruch, vermischt mit einem gehörigen Schuss Eleganz und Selbstbewusstsein. Leider ist der ASX standardmäßig nur in der Farbe Nacht-Blau erhältlich, andere Lackierungen stehen mit 750 Euro in der Preisliste, Metallic mit 1200 Euro.

Japaner punktet mit der Ausstattung

Beim Einstieg empfing uns ein gutes Raumangebot nicht nur für Passagiere, auch fürs Gepäck. 422 Liter passen in den Stauraum. Foto: Dönges


Unter dem Strich bleibt die Frage, für welches Auto sich potenzielle Interessenten entscheiden sollen – den Renault oder den Mitsubishi? Preislich sind sie nicht weit auseinander, aber der japanische Franzose ist besser ausgestattet. „SUVs sind seit Jahrzehnten unsere Spezialität und bieten dank ihrer Vielseitigkeit alles, was die Kunden brauchen. Die neue Generation des ASX baut nicht nur auf der Geschichte der Marke und dem Erfolg des Vorgängermodells auf, sondern bietet auch neue Innovationen im kompakten SUV-Format“, führt Frank Krol, Präsident und CEO von Mitsubishi Motors Europe, als weiteres Argument für den ASX ins Feld. Von den drei verschiedenen Ausstattungsvarianten Basis, Plus und Top will er mit dem Vollhybrid die meisten Fahrzeuge an die Frau oder den Mann bringen (40 Prozent).


Daten Mitsubishi ASX 1,3 Mildhybrid


Länge/Breite/Höhe (m): 4,23/1,80 (2,0 mit Außenspiegeln)/1,58
Radstand (m): 2,64
Antrieb: 1300 ccmTurbo Benziner, 7-Gang Automatikgetriebe
Leistung: 116 kW/158 PS bei 4600 U/min
Max. Drehmoment: 270 Nm bei 5.500U/min
Höchstgeschwindigkeit: 204 km/h
Beschleunigung 0 auf 100 km/h: 8,5 Sek.
Durchschnittsverbrauch im Test : 5,5 l
CO2-Emissionen: 134 g/km
Leergewicht: 1420 kg/Zulässiges Gesamtgewicht 1834 kg
Kofferraumvolumen: 422-1275 l
Basispreis: 36 890 Euro („Top“)