Im Arteon wird nur noch getoucht

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Mit dem Shooting Brake bringt VW auch eine Kombi-Variante seiner avantgardistischen Limousine auf den Markt. Foto: Valentin

Drei Jahre nach seiner Markteinführung erfährt der VW Arteon ein erstes Facelift. Neben dem überarbeiteten Basismodell kommt dabei auch die Kombi-Version Shooting Brake auf den Markt. Die Veränderungen am Fahrzeug sind eher optischer Natur, wie vor allem beim Blick auf die Fahrzeugfront und das Heck deutlich wird. Vorne fallen dezente Details am modifizierten Kühlergrill auf, den nun ein durchgehender Lufteinlass sowie eine LED-Leiste auszeichnen. Noch markanter präsentiert sich allerdings das Heck, das mit einer kraftvoll ausgeprägten Schulterpartie und vor allem im Shooting Brake einer spürbar dynamischen Note daherkommt. Im unteren Bereich unterscheiden sich die beiden Modelle nicht, oberhalb der Rückleuchten dafür umso mehr. Wo die Heckklappe der Fastback-Version die fließend-eleganten Linien eines Coupés zeigt, wird die neue Steilheck-Version durch den besonders dynamisch anmutenden Charakter des Shooting Brake geprägt. Auch das nach hinten fließende Dach formt maßgeblich den Charakter des Kombi.

Fastback und Shooting Brake im direkten Seitenvergleich: Vor allem das Heck zeigt deutliche Unterschiede. Foto: Valentin

Aber nicht nur von außen wertet VW seine avantgardistische Limousine auf. Auch im Inneren spendieren die Wolfsburger dem Arteon und dem Shooting Brake einen neuen, digitalen Charme. Der besteht vor allem darin, dass sämtliche Drehknöpfe und -regler im Cockpit wegfallen. Damit ist der Arteon tatsächlich der erste Volkswagen, der konsequent auf die alten Bedienelemente verzichtet und komplett auf eine Touch-Bedienung setzt – egal ob nun das Navi, die Beleuchtung oder die Klimaanlage eingestellt werden. Das könnte gerade bei den etwas älteren Fahrern anfangs für ein wenig Unmut sorgen, erfordert es doch eine gewisse Umgewöhnung, sich mit dem neuen Bedienkonzept zurechtzufinden.

Dafür bekommen sie an anderer Stelle viel Arbeit abgenommen: Zum Beispiel durch die diversen Assistenzsysteme. Denn auch im Arteon und dem Shooting Brake kommt die neue Generation des Travel Assist zum Einsatz, die den Wagen teilautonom steuert. Dazu gehört nicht nur das bekannte Abstandhalten zum Vordermann und das Spurhalten zur Seite. Wer das Navigationssystem mit einem Ziel füttert, der erfährt auch, dass der Wagen selbst in Kurven abbremst und vor Kreuzungen selbstständig zum Stillstand kommt. Zudem passt der Travel Assist die Fahrweise auf einen optimierten Verbrauch an. Das macht vor allem bei der eHybrid-Variante Sinn, die knappe 60 Kilometer rein elektrisch und damit emissionsfrei fahren kann.

Drehregler und -knöpfe gibt es im Cockpit des Arteon keine mehr. Die komplette Bedienung erfolgt ausschließlich über Touch-Elemente. Foto: VW

Die Reichweite mag knapp klingen, doch verweist VW diesbezüglich auf eine Studie des Bundesverkehrsministeriums, wonach 95 Prozent aller täglichen Fahrten mit dem Auto kürzer als 50 Kilometer sind. Somit kann das Gros aller Fahrten mit den eHybrid-Versionen des Arteon rein elektrisch zurückgelegt werden. Die Hybrid-Variante soll noch in diesem Jahr erscheinen.

Zunächst stehen aber erst einmal zwei TDI mit 150 und 200 PS sowie zwei TSI mit 190 und 280 PS zur Auswahl. Wer sich noch ein, zwei Monate länger gedulden kann, der kommt Anfang des neuen Jahres in den Genuss der sportlichen R-Varianten des Arteon und des Shooting Brakes. Deren Vorverkauf soll voraussichtlich noch Ende dieses Jahres starten. Für den neuen Shooting Brake müssen Käufer etwas mehr 44000 Euro berappen. Bei der Hybrid-Variante kommen noch einmal gute 7000 Euro hinzu.