Kleiner Space Star kommt groß raus

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Flotter, sportlicher und dynamischer präsentiert sich die neueste Generation des Mitsubishi-Bestsellers Space Star. Auf 3,85 Metern Länge gibt’s ein Auto für bis zu fünf Personen. Foto: Dönges

Der neue Mitsubishi Space Star steht in den Startlöchern und ab sofort in den Ausstellungshallen der Händler: Verpackt in ein schickeres Design, präsentiert sich der praktische City-Flitzer flotter, sportlicher und dynamischer denn je. Gleichzeitig hat die japanische Marke die Komfort- und Sicherheitsausstattung des mit 20 668 Einheiten im zurückliegenden Jahr in Deutschland meistverkauften Mitsubishi-Modells erneut ausgebaut.

Der selbstbewusst konturierte Stoßfänger hebt die Breite des Fahrzeugs hervor, der große Dachspoiler, die Alu-Räder und das neue Citrin-Gelb Metallic tragen zur dynamischen Gesamtoptik bei. Foto: Dönges

Kompakt in den Abmessungen, bietet der agile Space Star ein ordentliches Raumangebot: Auf nunmehr knapp 3,85 Metern Länge (plus fünf Zentimeter) finden bei einem gegenüber dem Vorgängermodell unveränderten Radstand von 2,45 Metern bis zu fünf Insassen Platz. Die neu gestaltete, länger gezogene Frontpartie prägt das bekannte „Dynamic Shield“-Gesicht, das ein Erkennungszeichen aller neuen Mitsubishi-Modelle ist. Diagonale Zierleisten in Chromoptik schmücken den Kühlergrill, der je nach Ausstattung von Bi-LED-Scheinwerfern und LED-Tagfahrlicht eingerahmt wird – eine Lösung, die in dieser Fahrzeugklasse nicht selbstverständlich ist.

Am Heck fallen der selbstbewusst konturierte Stoßfänger, der die Breite des Fahrzeugs hervorhebt, und der große Dachspoiler, der zur frisch-dynamischen Gesamtoptik beiträgt, auf. Neben neuen Leichtmetallfelgen komplettiert eine umfangreiche Farbpalette den optischen Feinschliff: Zur Wahl stehen neun Lackierungen, darunter die neuen Farbtöne Citrin-Gelb Metallic und Titan-Weiß Premium-Metallic.

Im Innenraum geben die neuen Materialien für die angenehm konturierten Sitze und die Karbonmuster, die die Klavierlack-Optik ablösen, dem Kleinen eine durchaus wertige Ausstrahlung, obwohl auch der Einsatz von Hartkunststoff nicht zu kurz kommt.

Technik mit allen wichtigen Systemen

Natürlich ist auch Mitsubishis Kleinster mit den heute üblichen Konnektivitätslösungen ausgerüstet, und zum Sicherheitspaket gehören je nach Variante ein Auffahrwarnsystem mit Fußgängererkennung samt Notbremsassistent, ein Spurhalte- und Fernlichtassistent sowie eine Rückfahrkamera. Über den zentral platzierten Bildschirm lassen sich die Apps der Smartphones integrieren.

Was das sportliche Außendesign verspricht, hält auch der Innenraum: kleines Lenkrad, Rundinstrumente, Karbon-Applikationen und angenehme Sitze überzeugen. Foto: Dönges

Für den Vortrieb stehen die beiden bewährten Dreizylinder-Benziner bereit, die nach Herstellerangaben noch sparsamer geworden sind: In der 71 PS starken 1,0 Liter-Einstiegsmotorisierung begnügt sich der Kleinwagen mit 4,5 Litern Kraftstoff je 100 Kilometer, was CO2-Emissionen von 102 g/km entspricht. Mit der 80 PS starken Topmotorisierung, die sich auf Wunsch auch mit dem stufenlosen CVT-Getriebe als Alternative zur Fünfgang-Schaltung kombinieren lässt, beläuft sich der Normverbrauch auf 4,6 bis 4,7 Liter je 100 Kilometer (CO2-Emissionen 106 bis 108 g/km).

Leistung des Stadtflitzers reicht vollkommen

Für erste Testfahrten in der „jungen, internationalen Stadt Amsterdam, die sehr gut zum neuen Space Star passt“ (so Mitsubishi-Pressechef Jörg Machalitzky), stand den Fachjournalisten die stärkere Motorisierung zur Verfügung. Sie wird in der Topversion mittels Startknopf in Bewegung gesetzt und zeigt, dass die Leistung für den Stadtflitzer vollkommen ausreicht. Nach dem Start verhält sich der Dreizylinder im Vergleich zu seinen Artgenossen akustisch zurückhaltend und macht sich erst deutlich bemerkbar, wenn das Leistungspotenzial abgerufen wird. Weil der Motor ohne Turbounterstützung auskommen muss, kommt bei zügiger Fahrweise der Schalthebel (sofern nicht die CVT-Automatik verbaut ist) oft ins Spiel. Wenn dann die Gänge ausgedreht werden, macht sich die Zylinderanzahl deutlich bemerkbar, ohne allerdings unangenehm zu werden. Bis 100 km/h vergehen 12,8 Sekunden, und bei 180 km/h endet der Vortrieb.

An einer Gracht im Außenbereich von Amsterdam misst sich der Space Star in neuem Titan-Weiß im Schönheitswettbewerb mit den dort ankernden Booten und Schiffen Foto: Dönges

Doch sind Beschleunigung und maximales Tempo unwichtig, wenn der Space Star in der Stadt unterwegs ist. Die leichte Bedienbarkeit und der praktische Wendekreis von 9,20 Metern machen den Kleinen zu einem handlichen Begleiter im Verkehrsdschungel. Das geringe Gewicht von 935 bis 980 Kilogramm trägt zu einem durchaus flotten Fahrerlebnis bei, das von dem ebenfalls vom Vorgänger übernommenen und komfortabel ausgelegten Fahrwerk unterstützt wird.

Der Space Star ist sicher wie bisher das passende Angebot für kostenbewusste Zeitgenossen, die auf kostspielige Lifestyle-Elemente in diesem Segment verzichten können. Mit seinem Grundpreis von 10 490 Euro („Basis“-Version) gehört er zu den günstigen Vertretern seiner Klasse. Die nächsthöhere Version „Plus“ bietet für 12 890 Euro unter anderem eine Klimaanlage, Start-/Stopp-System und LED-Rückleuchten. Die Version „Top“ kostet 16 890 Euro und kommt zusätzlich mit Leichtmetallfelgen, einem Infotainmentsystem, Sitzheizung vorne und Tempomat zu den Kunden.

Wer sich beeilt, erhält einen Nachlass

Daneben stehen noch zwei sogenannte „Intro Edition“-Modelle bei den Händlern, die 11 790 Euro oder 14 490 Euro für den „Intro Edition+“ kosten. Für die beiden Editionsmodelle gewährt Mitsubishi bis auf weiteres einen Nachlass von 2000 Euro, so dass der Eintritt in die Welt des Space Star am Ende weniger als 10 000 Euro kostet.

Das attraktive Volumenmodell der Marke mit den drei Diamanten im Firmenlogo ist damit in seiner Klasse eines der kostengünstigsten Autos auf dem deutschen Markt.

Auf dem verzeichneten die Japaner in 2019 das sechste Jahr in Folge ein deutliches Wachstum. Mit 54 033 verkauften Mitsubishi-Automobilen (ein Plus von 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr) war Deutschland der siebtgrößte Mitsubishi-Markt weltweit. Der Aufwärtstrend hielt auch im Januar an. Gegenüber dem Vorjahresmonat stiegen die Verkäufe um 28,5 Prozent. Fast 40 Prozent aller hierzulande verkauften Mitsubishi gingen auf das Konto des Space Star, der damit das meistverkaufte japanische Fahrzeug in seinem Segment in Deutschland war.

 Fakten und Technik
Mitsubishi Space Star Intro-Edition+
Maße: 3,85 m/1,67 m/1,51 m (Länge/Breite/Höhe)
Radstand: 2,45 m
Motor: R3-Benziner, 1193 ccm
Leistung: 80 PS bei 6000 U/min
Max. Drehmoment: 106 Nm bei 4000 U/min
Höchstgeschwindigkeit: 180 km/h
Beschleunigung 0 auf 100 km/h: 12,8 Sek.
Verbrauch (Durchschnitt nach EU-Norm): 4,7 l
CO2-Emissionen: 108 g/km (Euro 6d-Temp)
Effizienzklasse: C
Leergewicht/Zuladung: min. 950 kg/max. 465 kg
Kofferraumvolumen: 209-912 l
Bodenfreiheit: 150 mm
Max. Anhängelast: 100/200 kg
Wendekreis: 9,20 m
Basispreis: 14 490 Euro