Experiment Abarth geglückt

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Der kleine Rennknödel macht richtig Spaß. (Foto: Valentin)

Vor zehn Jahren hatte Fiat die geniale Idee, die bis dato vor allem Rennsportfans geläufige Marke Abarth als eigenständiges Brand im Konzern aufzubauen. Die Bilanz nach der ersten Dekade bei den Italienern fällt mehr als erfreulich aus. Es ist ihnen tatsächlich gelungen, den einstigen Tuningzubehör-Hersteller als feste Marke mit einem treuen Kundenstamm zu etablieren, wie Produktmanager Harald Koch zugibt. Mit ihr werden erfolgreich junge und rennsportbegeisterte Fahrer als Zielgruppe angesprochen. Denn Abarth gelinge es, Werte wie Tradition auf der einen Seite und Leidenschaft auf der anderen zu vermitteln. Bestes Beispiel ist der 595, die Abarth-Version des Fiat 500.

Go-Cart-Feeling kommt auf

Auch in der Rückansicht glänzt der Abarth 595 mit einem kernigen Hinterteil. (Foto: Valentin)

Der quirlige Rennknödel ist in den vergangenen Jahren zu einem echten Top-Seller gereift, der 70 Prozent der Verkäufe Abarths ausmacht. Kein Wunder, strahlt der Abarth 595 doch nicht nur durch seine markante Optik eine gerütteltes Maß an Sportlichkeit aus, sondern hält dieses Versprechen auch, wenn man im Cockpit sitzt. Aufgrund seines geringen Gewichts von rund 1100 Kilogramm katapultiert der 180 PS-Motor die Spitzen-Version Competizione regelrecht nach vorne und beschert dem Fahrer fast schon Go-Cart-Feeling. 225 km/h in der Spitze stehen beim Abarth 595 im Buche und in unter 7 Sekunden spurtet er von 0 auf 100 km/h. Werte, die einem ein seliges Grinsen ins Gesicht zaubern – zumal es sich ja immer noch um einen Kleinstwagen handelt. Der Einstiegspreis für den Abarth 595 liegt bei 18490 Euro.

Legende bietet Fahrspaß pur

Der Abarth 124 Spider trägt das Prädikat Legende vollkommen zu Recht. (Foto: Valentin)

Noch mehr Spaß bietet nur der Abarth 124 Spider – der das ihm von Fiat verliehene Prädikat Legende zu Recht verdient, wie Rallye-Fahrer Christian Menzel findet. Allein dem Spider auf einem Rennkurs zuzusehen, mache schon Spaß. Vom darin sitzen ganz zu schweigen. Auch hier resultiert der Fahrspaß zum großen Teil aus dem geringen Gewicht. Läppische zehn Kilogramm mehr als der 595 bringt der Abart 124 Spider auf die Waage. „Da reichen dann auch 170 PS unter der Haube aus, um richtig Freude zu machen“, gesteht Menzel. Zumal der Spider dank des gleichmäßig, im Verhältnis 50:50 verteilten Gewichts so satt und sicher auf der Straße liegt, dass man gerne auch mal ein bisschen schneller in die Kurve geht, als eigentlich erlaubt. Das toll abgestimmte Fahrwerk verzeiht dabei auch gröbere Schnitzer, sodass der Abarth 124 Spider mit einer herrlichen Dynamik glänzt.

Dabei kann der Sportler auch anders. Über einen DriveMode-Schalter lässt sich die Fahrzeugabstimmung ändern, sodass aus dem Rennpferd bei Bedarf ein zahmer Rappe wird. Wer noch ein bisschen Spaß draufpacken will, dem sei zu der GT-Variante geraten Die vereint die Vorzüge eines Coupés und Roadsters und ist sowohl mit Stoffverdeck, als auch Hardtop erhältlich. Hauptsache man kann sich den Wind um die Ohren pfeifen lassen. Das Fahrvergnügen im Abarth 124 Spider startet bei 33000 Euro.