Scharf und schärfer

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Im automobilen Zeitalter der SUVs ist es wahrlich mutig, einen offenen Zweisitzer auf den Markt zu bringen. Mazda hat vor mehr als einem viertel Jahrhundert diesen Mut gehabt und wurde von den Autofreunden weltweit dafür belohnt: Der MX-5 ist längst zu einer Ikone geworden. Diesen Status hatte auch der Fiat 124 Spider inne – bis er vom Markt genommen wurde. Seit rund zwei Jahren ist er wieder da, teilt sich mit dem Mazda Roadster einen großen Teil der Technik.

Der Fiat 124 ist ein klassischer Roadster. Gut zwei Jahre nach seiner Wiedergeburt kommt der Zweisitzer jetzt im S-Design mit erweiterter Serienausstattung und zusätzlichen Exterieurdetails auf den Markt. (Foto: Lothar Dönges)

Nach Anlaufschwierigkeiten machen ihn die Italiener jetzt noch schärfer, verpassen ihm das S-Design und stellen ihm in der 124 GT-Version den legendären Abarth zur Seite.

Fiat 124 Spider und Abarth 124 spider sind zwei unterschiedliche Ausprägungen des selben Fahrzeugkonzepts. Authentisches Roadster-Feeling mit Hinterradantrieb und leistungsstarken Motoren bieten beide. Der eine mit elegant-sportlicher Note als stilistische Hommage an den 1966 präsentierten historischen Fiat 124 Sport Spider. Der andere tritt betont dynamisch auf mit Fahrleistungen, die im Segment Maßstäbe setzen – so wie es stets die Strategie der Marke Abarth war. Pünktlich zum Start in die Cabrio-Saison 2018 werden beide Baureihen durch zusätzliche Modellversionen erweitert.

Serienausstattung um exklusive Details ergänzt

Basierend auf der Ausstattungsvariante Lusso, zeichnet sich der neue Fiat 124 Spider S-Design durch eine erweiterte Serienausstattung sowie zahlreiche exklusive Exterieurdetails aus.

Als Sportwagen bis ins Detail zeigt sich der Abarth 124 GT. Er trägt anstelle des Stoffverdecks beim Fiat 124 Spider ein leichtes Hardtop, das mit wenigen Handgriffen demontiert ist. (Foto: Dönges)

Die dunklen 17-Zoll-Leichtmetallfelgen, die Abdeckkappen der Außenspiegel, der Rahmen der Frontscheibe sowie die Überrollbügel hinter beiden Sitzen sind in dunklem Grau gehalten. Abgerundet wird der sportliche Look durch einen kleinen Sticker in den Farben der italienischen Flagge an der Kofferraumkante und seitliche rote Zierstreifen mit integriertem Logo „124 Spider“.

Zur erweiterten Serienausstattung des Fiat 124 Spider S-Design gehören unter anderem LED-Scheinwerfer mit Kurvenlicht-Technologie, Infotainmentsystem Fiat Connect mit 7,0 Zoll Bildschirmdiagonale (17,8 Zentimeter), Soundanlage von Bose, Lederlenkrad sowie Sportsitze, die mit einer Kombination aus Leder und hochwertiger Ledernachbildung bezogen sind.

Wie die Ausstattungsvarianten Fiat 124 Spider und Fiat 124 Spider Lusso sowie die Sondermodelle Fiat 124 Spider America und Europa auch, wird der neue Fiat 124 Spider S-Design von einem durchzugsstarken 1,4-Liter-Turbo-Benziner angetrieben, der 140 PS leistet. Kombiniert werden kann das Vierzylinder-Triebwerk mit Sechsgang-Handschaltung oder Automatikgetriebe. Der italienische Roadster beschleunigt aus dem Stand auf Tempo 100 in 7,5 Sekunden (7,6). Der Verbrauch liegt zwischen 6,4 und 6,6 Litern, der CO2-Ausstoß zwischen 148 und 153 g/km.

Motorhaube auf Wunsch mattschwarz lackiert

Beim Abarth 124 GT lackiert der Hersteller auf Wunsch des Kunden die Motorhaube in mattschwarz – angelehnt an die Rallyesportikone Fiat 124 Abarth. (Foto: Dönges)

Analog zum historischen Vorbild ist beim neuen Abarth 124 GT das Stoffverdeck durch ein nur 16 Kilogramm wiegendes Hardtop ersetzt. War es beim Fiat 124 Abarth aus den 1970er-Jahren aus glasfaserverstärktem Kunststoff gefertigt, wird heute Kohlefaser verwendet, die darüber hinaus ohne farbige Lackierung sichtbar verarbeitet ist.

Weitere exklusive Details des Abarth 124 GT sind die Lackierung in Alpi Orientali Grau, die 17-Zoll-Leichtmetallräder, die Dual-Mode-Abgasanlage „Record Monza“ sowie Frontspoiler und Außenspiegelkappen in Grau. Auf Wunsch ist die Motorhaube mattschwarz lackiert – genau wie bei der Rallyesportikone Fiat 124 Abarth.

Wie alle Modellvarianten des Abarth 124 spider hat der neue Abarth 124 GT einen Vierzylinder-Turbomotor unter der Haube, der aus 1,4 Litern Hubraum 170 PS produziert (Verbrauch 6,4 bis 6,6 Liter, CO2-Ausstoß 148 bis 153 g/km). Das Triebwerk kann kombiniert werden mit Sechsgang-Handschaltung oder Sechsstufen-Sportautomatik, die auch manuelle Gangwechsel zulässt. Der Abarth 124 GT beschleunigt mit Handschaltung in nur 6,8 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 km/h.

Abarth als Rallyeauto für den Privatfahrer

Der Abarth 124 GT ist das sportlichste Modell der Baureihe für den Straßenverkehr. Ausschließlich für den Motorsport hat die Marke mit dem Skorpion im Wappen eine noch leistungsstärkere Variante im Programm – den Abarth 124 R-GT. Das von einem 1,8-Liter-Turbomotor mit rund 300 PS Leistung angetriebene Coupé ist nach den internationalen Regeln der Kategorie FIA R-GT aufgebaut und damit bei allen Rallyes bis zur Weltmeisterschaft startberechtigt. Auch der Abarth 124 R-GT ist mit einem Hardtop ausgerüstet. Das Fahrzeug wird von Abarth rennfertig für den Einsatz durch Privatfahrer ausgeliefert, inklusive Sicherheitszelle, Schalensitzen, Hosenträgergurten und weiteren Komponenten, die im Rallyesport unverzichtbar sind.

Die Preise liegen für den Fiat 124 Spider zwischen 24 990 Euro und 35 190 Euro, für die Abarth-Versionen zwischen 33 000 und 42 900 Euro.