Ganzjahresreifen können eine Alternative sein

0
339

Bei der Reifenwahl gilt grundsätzlich, saisonal angepasst zu fahren: Also im Sommer auf Sommerreifen und im Winter auf Winterreifen. Unter bestimmten Voraussetzungen können jedoch auch Ganzjahresreifen eine Alternative zu Winterreifen darstellen, sagt Andreas Schlenke vom Reifenhersteller Continental. Wenn hauptsächlich im Stadtverkehr gefahren werde, wo die Straßen gut geräumt sind, und das Fahrzeug nur auf eine geringe jährliche Laufleistung komme, kann durchaus auf einen Ganzjahresreifen wie den neuen Conti AllSeasonContact zurückgegriffen werden. Damit spricht Continental den rund zehn Prozent deutschen Autofahrern aus dem Herzen, die das ganze Jahr über auf dem selben Satz Reifen unterwegs sind.

Ganzjahresreifen sind gut, aber wer dauerhaft auf verschneiten Straßen unterwegs ist, sollte lieber Winterreifen nutzen. (Foto: Continental)

Bei der Entwicklung des AllSeasonContact sei darauf geachtet worden, dass sowohl die guten Grip-Eigenschaften eines Winterreifen, wie auch die Bremsleistung eines Sommerreifens auf trockener Fahrbahn weitgehend erhalten bleiben, erklärte Schlenke. Dies wurde unter anderem durch eine spezielle Traktions-Silikamischung sowie den Einsatz von Hochleistungsharzen sichergestellt. Gleichzeitig konnte bei dem AllSeasonContact der Rollwiderstand um bis zu zehn Prozent verbessert werden, was der Geräuschentwicklung und dem Verbrauch zugute kommt.

Ganzjahresreifen haben auf jeden Fall ihre Berechtigung und werden auch nachgefragt, sagt Continental-Pressesprecher Klaus Engelhart. Gerade von Flottenkunden wie etwa der Post, die hauptsächlich städtisch unterwegs sind und die Zusatzzeiten durch den Reifenwechsel im Frühjahr und Herbst verhindern wollen, werden Ganzjahresreifen gefordert.

Andreas Schlenke stellt die verbesserten Eigenschaften des neuen Continental AllSeasonContact vor. (Foto: Valentin)

Maximale Sicherheit auf winterlichen Straßen biete aber nach wie vor nur ein speziell auf diese Anforderungen ausgelegter Winterreifen, sagt Andreas Schlenke. Ganz neu im Continental-Portfolio ist dabei der TS 860 S, ein Ultra High Performance-Reifen, der auch sportliches Fahren im Winter ermöglicht. Dabei sorgt ein spezielles steifes Band im Reifenprofil für verbesserte Trockenbremseigenschaften, während die großen Umfangsrillen den Schnee besser halten und dadurch die Traktion begünstigen. Dank einer breiten Außenschulter bleibt der Reifen auch bei höheren Geschwindigkeiten sicher in der Spur und gut zu handeln.

Mit den beiden neuen Reifen geht Continental seinen eingeschlagenen Weg der Vision Zero weiter. Deren langfristiges Ziel ist es, künftig nicht nur Verkehrstote und -verletzte, sondern als finalen Schritt auch Unfälle gänzlich zu vermeiden. Das geschehe einerseits durch den Einsatz von Assistenzsystemen in den Fahrzeugen, erklärt Klaus Engelhart. Andererseits spielten aber auch die Reifen als einziger Kontakt des Fahrzeugs zur Fahrbahn eine entscheidende Rolle. Hier sei es wichtig, auch den Fahrern das Bewusstsein dafür zu vermitteln, wie wichtig qualitativ hochwertige und auf besondere Anforderungen ausgelegte Reifen sind. Deswegen bietet Continental ab 2018 in elf ADAC-Fahrsicherheitszentren in ganz Deutschland spezielle Trainings an, bei denen interessierte Autofahrer das Verhalten ihres Wagens in verschiedenen Situationen kennen und dadurch besser einschätzen lernen sollen.