Kleiner Stonic soll ein Großer werden

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Die sogenannten SUV- (Sports Utility Vehicle) und Crossover-Modelle und besonders die, die auf kleinen Kompaktwagen aufbauen, sind der derzeit am schnellsten wachsende Automarkt. Alle namhaften Hersteller sind in diesen Segmenten vertreten. Der koreanische Hersteller Kia, seit annähernd zwanzig Jahren zum Hyundai-Konzern gehörend, mit einer ganzen Palette dieser Fahrzeugspezies. „Sorento“, „Sportage“, „Niro“ und „Soul“ sind errfolgreich etabliert. Jetzt kommt mit dem „Stonic“ ein weiteres Modell hinzu. Der auf dem Kleinwagen Rio aufbauende Fronttriebler wird nach Ansicht von Kia-Deutschland-Geschäftsführer Steffen Cost ein Bestseller werden.

An der Front trägt der Crossover das typische Kia-Familiengesicht. Das sportliche Design macht den Stonic zum Hingucker. (Foto: Dönges)

Zwar sind die Geländeeigenschaften dieser Fahrzeuggattung nur bedingt vorhanden (selten Allradantrieb, keine allzu große Bodenfreiheit), doch das Offroad-Design der Kompakt-SUV und Crossover dürfte bei der Namensgebung die entscheidende Rolle gespielt haben. Die Fahrzeuge sprechen junge, urbane Käuferschichten an, die das kraftvoll-markante Styling vor allem aufgrund der erhöhten Sitzposition mit einer relativ niedrigen Dachlinie und sportlichen Proportionen schätzen.

[su_heading]Abgestimmt auf europäische Vorlieben[/su_heading]

 

Genau diese Voraussetzungen erfüllt der Kia Stonic. Sein Fahrwerk ist voll auf europäische Vorlieben abgestimmt und bietet ein agiles Handling – selbst in Ausnahmesituationen wie einem Ausweichmanöver auf regennasser Fahrbahn. Den Fahrspaß perfekt macht vor allem der 120 PS starke 1,0-Liter-Turbo-Benziner, der sich durch eine beeindruckende Agilität und exakte, direkte Lenkung auszeichnet. Auch seine Geräuschdämmung ist bemerkenswert, denn das Aggregat versteckt seine Besonderheit so gut, dass man kaum glauben kann, dass es seine Dynamik aus lediglich drei Zylindern erzielt. Daher rechnen die Koreaner auch damit, dass der 1.0 T-GDI (ab 18 380 Euro) die meistgefragte Motorisierung sein wird. Bei den Benzinern stehen darüber hinaus zwei Saugmotoren mit 1,2 und 1,4 Litern Hubraum (84 und 99 PS, 15 790 bis 20 890 Euro) zur Verfügung. Hinzu kommt ein kraftvoller 1,6-Liter-Turbodiesel mit 110 PS (20 090 bis 25 590 Euro), der bei ersten Testfahrten im Berliner Hinterland ebenfalls einen guten Eindruck hinterlassen hat.
Da vielen Käufern der kleinen, urbanen SUV die individuelle Gestaltung ihres Fahrzeugs besonders wichtig ist, bieten die Koreaner für den Stonic außen wie innen so viele Individualisierungsmöglichkeiten wie kein Kia zuvor. Als Außenfarbe sind insgesamt 20 Zweiton-Kombinationen und neun einfarbige Lackierungen erhältlich, während für den Innenraum drei Pakete mit verschiedenen Farbakzenten zur Wahl stehen. Wird der Stonic mit zwei Außenfarben konfiguriert, verläuft die untere Farbe im Bereich der C-Säule als Targa-Spange über das Dach – eine gelungene Idee der Designer.

[su_heading]Erstaunlich viel Platz für Passagiere und Gepäck[/su_heading]

 

Das Heck symbolisiert den sicheren Stand des Crossovers auf der Straße. Hinter der großen Klappe verbirgt sich ein Gepäckabteil auf zwei Ebenen.(Foto: Dönges)

Trotz der kompakten Außenmaße genießen vor allem Fahrer und Beifahrer viel Bein- und Kopffreiheit sowie eine beeindruckende Schulterfreiheit, die in diesem Segment einen Spitzenwert darstellt. Großzügig präsentiert sich auch der bis zu 1155 Liter große Gepäckraum, der durch den höhenverstellbaren Boden zudem ausreichend variabel ist.
Das Cockpit wird den Ansprüchen der modernen Smartphone-Vernetzung absolut gerecht: Als erster Kia verfügt der Stonic ab Werk über ein Infotainmentsystem mit Sieben-Zoll-Touchscreen und Smartphone-Integration (für Apple Carplay und Android Auto).
Der Stonic ist in vier Ausführungen (Edition 7, Vision, Spirit, Platinum Edition) erhältlich und bietet schon in der Basisversion neben dem Infotainmentsystem inklusive sechs Lautsprechern unter anderem Klimaanlage, Bluetooth-Freisprecheinrichtung mit Spracherkennung, elektrisch einstellbare Außenspiegel, Start-/Stopp-System und 15-Zoll-Leichtmetallfelgen. Die Topversion Platinum Edition glänzt mit einer Komplettausstattung in Lederoptik, unter anderem mit Kartennavigation, digitalem Radioempfang (DAB/DAB+), Rückfahrkamera, Fernlichtassistent, Smart-Key, Klimaautomatik, elektrischem Glasschiebedach und 17-Zoll-Leichtmetallfelgen.
Hinzu kommen je nach Ausführung eine Reihe moderner Fahrerassistenzsysteme wie ein autonomer Notbremsassistent mit Fußgängererkennung; Spurhalteassistent und Müdigkeitserkennung sind ab Ausstattungslinie Spirit Serie und für die anderen Versionen optional erhältlich, Spurwechselassistent und Querverkehrwarner gehören in der Topversion Platinum Edition zum Serienumfang (optional für Spirit).
Wie für alle Kia-Modelle gilt auch für den Stonic die 7-Jahre-Garantie der Koreaner. In Deutschland gibt es das neue, im europäischen Kia-Designzentrum in Frankfurt entworfene, Modell ab 30. September.

[su_heading]Hersteller schreibt seit Jahren Rekord-Ergebnisse[/su_heading]

 

Sportlich und allen Ansprüchen gerecht werdend präsentiert sich der aufgeräumte Innenraum des Stonic. Die Passagiere freuen sich über viel Kopf- und Schulterfreiheit. (Foto: Dönges)

Mit acht Millionen Verkäufen in 2016 ist der Hyundai-/Kia-Konzern der fünftgrößte Autohersteller der Welt. Hierzulande schreiben die Koreaner ein Rekordergebnis nach dem anderen. 2010 waren es 36 624 verkaufte Einheiten, 2016 schon 60 522. Und für dieses Jahr rechnen Geschäftsführer Cost und Produktmanager Christian Spätling mit rund 65 000 Einheiten. Sie kündigen in den nächsten drei Jahren zudem 22 neue Modelle an.

Im kommenden Jahr will Kia mit seinem Angebots-Portfolio in Deutschland einen Marktanteil von 1,8 Prozent erreichen, speziell im Segment der B-SUVs drei Prozent. Dabei sind die Gestaltungs- und Ausstattungsmöglichkeiten für den Stonic nahezu umfassend.

Punkten wollen die Koreaner unter anderem gegen Renault Captur, Peugeot 2008, Mazda CX-3, Seat Arona, Škoda Karoq, aber auch Opel Crossland X oder VW T-Roc. Nach eigener Einschätzung wird der Stonic hinter dem größeren Sportage und dem kompakten Cee’d die Nummer drei in den Kia-Verkaufszahlen. (ld)

[su_box title=”Fakten und Technik”]Kia Stonic 1.0 T-GDI
Maße: 4,14 m/1,76 m/1,52 m (Länge/Breite/Höhe)
Radstand: 2,58 m
Motor: Dreizylinder-Turbobenziner, 998 ccm
Leistung: 120 PS bei 6000 U/min
Max. Drehmoment: 172 Nm bei 1500-4000 U/min
Geschwindigkeit: 0-100 km/h 10,3 Sek., max.185 km/h
Verbrauch (nach EU-Norm): 5,0 l (Werksangabe)
CO2-Emissionen: 115 g/km (Euro 6)
Leergewicht/Zuladung: min. 1185 kg/max. 455 kg
Kofferraumvolumen: 352-1155 l
Bodenfreiheit: 183 mm
Max. Anhängelast: 1110 kg
Wendekreis: 10,4 m
Preis: 18 390 Euro[/su_box]