VW bringt die Zukunft in Serie

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Es gibt ihn seit sieben Generationen und damit seit mehr als 40 Jahren. Er ist eine Ikone, und er gab einem ganzen Fahrzeugsegment seinen Namen: Golf-Klasse. Jetzt startet ein Neuer durch. Diesmal allerdings nicht unter der Überschrift „Facelift“ mit einigen Retuschen, sondern als groß angelegtes „Update“.

„Die Digitalisierung kommt der der Oberklasse recht nahe, und das Design ist deutlich geschärfter“, stellt Jakob Kähler, Sprecher der VW-Produktkommunikation für die Golf-Baureihe fest.

Der neue VW Golf vor den Steilwänden der Höhlen von Artá und dem Mittelmeer am Cap Vermell auf Mallorca. Faszinierend wie die Kulisse präsentiert sich auch das Auto nach dem umfassenden Update. (Foto: Dönges)
Der neue VW Golf vor den Steilwänden der Höhlen von Artá und dem Mittelmeer am Cap Vermell auf Mallorca. Faszinierend wie die Kulisse präsentiert sich auch das Auto nach dem umfassenden Update. (Foto: Dönges)

In der Tat hat sich unter dem zurückhaltend neu gestalteten Blech viel getan. Die neuen Akzente lassen den Golf frischer und aktiver aussehen, seinen Vorgänger aber nicht alt – wie immer. „Der Neue ist in vielen Bereichen aufgefrischt worden, aber er ist ein Golf geblieben“, sagt Kähler. So ordnet VW das Angebot an Benzinmotoren im Golf neu. Das Volumenmodell soll ein neues 1,5- Liter-Aggregat mit 130 und 150 PS werden. Außerdem ersetzt der 1,0-Dreizylinder mit 85 und 110 PS den bisherigen 1,2 Liter-Motor. Die ersten Exemplare des Modelljahres 2017gehen – als Schrägheckmodell und Variant – in diesen Tagen auf die Reise zu ihren Besitzern (den Golf Sportsvan wird es ab Herbst geben).

Im Innenraum ist alles an seinem angestammten Platz. An technischen Innovationen, alle intuitiv bedienbar, mangelt es aber nicht. (Foto: Dönges)
Im Innenraum ist alles an seinem angestammten Platz. An technischen Innovationen, alle intuitiv bedienbar, mangelt es aber nicht. (Foto: Dönges)

„Sie erhalten einen Golf mit modernsten Motoren, geschärftem Design, cleversten Assistenzsystemen, einer neuen Generation der Infotainmentsysteme, die das komplette Internet fürs Auto anbieten, und eine erweiterte Ausstattung. Schon das Grundmodell Trendline startet serienmäßig inklusive neuem Infotainmentsystem und neuen LED-Rückleuchten“, so Dominik Hoberg, Leiter der Produktkommunikation.

Bei den Fahrten vorbei an den ersten Mandelblüten auf Mallorca zog der neue 150 PS starke Vierzylinder den Golf kräftig und harmonisch über die Straßen, ohne laut zu werden. Ein Plus gegenüber dem bisherigen 1,4 Liter. Dazu kündigte VW für alle Motoren eine messbare Senkung des Verbrauchs von durchschnittlich einem Liter pro 100 Kilometer an.

Im Innenraum ist auf den ersten Blick alles wie immer an seinem angestammten Platz. Am System hat sich also nichts geändert. An technischen Innovationen mangelt es aber nicht. So kann erstmals in der Kompaktklasse das neue Radio-Navigations- und Onlinesystem durch Gestensteuerung bedient werden. Neu ist auch das 12,3 Zoll große „Active Info Display“ mit zwei Rundinstrumenten in der Mitte und einer weiteren Bildfäche im Blickfeld des Fahrers. Es lassen sich fünf unterschiedliche Profile einstellen: „Classic“, „Verbrauch“, „Reichweite“, „Leistung und Fahrassistenz“ sowie „Navigation“. Durch die Gestensteuerung entfallen gewöhnliche Tasten und Regler. Es wird nur noch über den Bildschirm „gewischt“.

Auch bei den Fahrerassistenzsystemen geht der Golf mehr als einen Schritt voran. Der City-Notbremsassist kann jetzt auch quer zur Fahrbahn gehende Fußgänger erkennen, warnen und im Zweifel bremsen. Der Stauassist funktioniert bis 60 km/h, bremst bis zum Stand und fährt selbsttätig wieder an. Dazu kommt außerdem der Emergency Assistent. Er beobachtet, ob der Fahrer das Lenkrad hält. Geschieht das über längere Zeit nicht, wird gewarnt, später kurz und heftig angebremst. Reagiert der Fahrer dann immer noch nicht, wird die Warnblinkleuchte eingeschaltet und der Wagen auf seiner Fahrspur mittels Laneassist zum Stehen gebracht.

Mit dem Verkaufsstart des neuen Golf bietet Volkswagen auch den Kombi Variant an. Ihn gibt es wie die Limousine in allen Ausstattungsversionen und mit allen Motoren. (Foto: Dönges)
Mit dem Verkaufsstart des neuen Golf bietet Volkswagen auch den Kombi Variant an. Ihn gibt es wie die Limousine in allen Ausstattungsversionen und mit allen Motoren. (Foto: Dönges)

Bei den Motoren bekommt der Golf-Käufer auch beim Neuen wieder das komplette Angebot zur Auswahl: Benzin-, Diesel-, Erdgas- und Elektroantriebe. Sechs Benziner von 85 (1,0-Liter-Dreizylinder) bis 230 PS beim GTI (245 PS beim GTI Performance), ein Erdgasmotor mit 110 PS und zwei Zwei-Liter-Diesel mit 150 PS und 184 PS. Im Laufe des Jahres wird Volkswagen von 1,4 Liter auf 1,5 Liter Hubraum umstellen: 150 PS mit Zylinderabschaltung mit einem Durchschnittsverbrauch von 4,9 Litern pro 100 km (nach NEFZ). Dazu kommt Mitte des Jahres eine Blue-Motion-Variante dieses 1,5 TSI Evo mit 130 PS. Zum Sechs-Gang-Handschalter und zum bisherigen Sechs-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG) gesellt sich dann eine hochmoderne Sieben-Gang-Version, die das Fahrgefühl harmonisiert und den Verbrauch noch einmal um bis zu 0,3 Liter senken soll.

Die Ausstattungslinien haben sich nicht verändert: Es bleibt bei „Trendline“, „Comfortline“ und „Highline“. Die höchste Ausstattungsvariante besitzt jetzt LED-Hauptscheinwerfer (statt Xenon), Zweizonen-Klimaautomatik und Sportsitze vorn.

Zu haben ist der Neue als Zweitürer, Viertürer mit Heckklappe, Kombi (Variant) und als Allrad angetriebener Alltrack.

Mit all den beschriebenen Attributen ausgestattet wird der Kompaktwagen in der Erfolgsspur bleiben. Immerhin: Seit mehr als vier Jahrzehnten fährt alle 40 Sekunden ein Golf vom Band. Und: Im vergangenen Jahr wurden weltweit eine Million (alleine 580 000 in Europa) Golf verkauft.

Die Preise: Den neuen Golf gibt es ab dem 24. Februar für 17 850 Euro (1,0-Liter-Benziner) bis hin zur R-Version als Variant für 44 800 Euro. In der günstigsten Erdgas-Variante kostet er 24 175 Euro.

 

[su_box title=”‘Oft kopiert, nie erreicht'”]Wie lässt sich der Erfolg des Golf erklären? Dominik Hoberg, der Leiter der VW-Produktkommunikation, hat darauf die Antwort:

„Zuerst ist es das Design. Seit vier Jahrzehnten entwickelt Volkswagen das Golf-Design weiter, erfindet es in den Details neu und präzisiert es.

So wurde der Golf das Original – oft kopiert und dennoch nie erreicht. Darüber hinaus überzeugte jeder Golf mit seinen technischen Eigenschaften. Die Baureihe demokratisierte den Fortschritt – und im Falle des GTI sogar die linke Spur der deutschen Autobahn. Der Golf ist in allen Gesellschaftsschichten akzeptiert und zuhause.

Mit jeder neuen Generation, mit jedem Update, stellte sich der Golf zudem den Herausforderungen der Zeit.

So ist es auch dieses Mal. Wir bringen die Zukunft in Serie. Das ist der Claim der neuen Volkswagen-Markenstrategie. Genau das löst der neue Golf ein. Er vernetzt uns. Als erster Kompakter startet dieser Golf mit einer intuitiven Gestensteuerung. Er fährt mit neuen Systemen wie dem Stauassistent erstmals teilautonom. Und nur er wird mit allen relevanten Antriebsarten der Gegenwart und der Zukunft angeboten.

Für uns ist der neue Golf wieder einmal der Beste aller Zeiten.“[/su_box]