Ioniq läutet neue Ära ein

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Die Zeiten, in denen die Arbeit koreanischer Autohersteller eher müde belächelt, denn anerkennend respektiert wurde, sind noch gar nicht so lange her. Und doch scheinen sie heute Lichtjahre entfernt. Denn Hyundai schickt sich sogar an, einer der führenden Anbieter bei der Entwicklung alternativer Antriebe zu werden.

Mit dem ix35 Fuel Cell hat Hyundai bereits 2013 serienmäßig ein Wasserstoff-Fahrzueg auf den Markt gebarcht. (Foto: Valentin)
Mit dem ix35 Fuel Cell hat Hyundai bereits 2013 serienmäßig ein Wasserstoff-Fahrzueg auf den Markt gebarcht. (Foto: Valentin)

Bereits 2013 hat das Unternehmen mit seinem ix35 Fuel Cell als erster Hersteller weltweit ein Brennstoffzellenfahrzeug mit Wasserstoffantrieb serienmäßig auf den Markt gebracht. Bis auf ein paar kleine Wasserwölkchen stößt dieses Fahrzeug keinerlei Abgase aus. Mit gut 500 Kilometern Reichweite kommt es dennoch auf einen ordentlichen Wert, den derzeit noch kein Elektro-Auto erreicht. Selbst die Premium-Konkurrenz hinkt dieser Entwicklung um Jahr hinterher.

Und nun macht Hyundai noch einmal einen Schritt nach vorn und bringt mit dem neuen Ioniq ein E-Auto auf den Markt, das erneut eine Vorreiterrolle einnimmt.

Der Hyundai Ioniq electric lässt sich über die Steckdose betanken. (Foto: Valentin)
Der Hyundai Ioniq electric lässt sich über die Steckdose betanken. (Foto: Valentin)

Es ist das erste Fahrzeug seiner Art weltweit mit drei verschiedenen elektrischen Antriebsarten. Bereits seit Oktober rollt die Hybrid-Variante mit Elektro- und Verbrennungsmotor vom Band. Nun ist die reine Elektroversion gestartet und 2017 soll ein Plug-in-Hybrid folgen – also ein Fahrzeug, dessen Akku nicht nur über den Verbrennungsmotor gespeist wird, wie bei einem Hybriden, sondern der auch direkt über einen Stecker mit Strom aus der Steckdose „betankt“ werden kann.

Mit einer Reichweite von rund 280 Kilometern kommt der Ioniq electric sogar auf einen passablen Wert, der den Wagen, zusammen mit dem wachsenden Netz an E-Tankstellen, alltagstauglich macht. Doch nicht nur, dass er gänzliche ohne Abgase über die Straßen rollt, macht den jüngsten Koreaner aus dem Hause Hyundai sympathisch. Auch sein betont sportliches Äußeres gefällt. Die dynamische Linienführung der coupéhaften Karosserie dient allerdings nicht nur der Optik, sondern vor allem den aerodynamischen Eigenschaften des Fahrzeugs. Denn der geringe Luftwiderstand trägt zur Energieeffizienz des Wagens und damit auch zu der für ein E-Fahrzeug beachtlichen Reichweite bei.

Der Hyundai Ioniq ist das erste Fahrzeug weltweit, das mit drei verschiedenen Elektroantrieben gebaut wird. (Foto: Valentin)
Der Hyundai Ioniq ist das erste Fahrzeug weltweit, das mit drei verschiedenen Elektroantrieben gebaut wird. (Foto: Valentin)

Gleichzeitig geht die neue Technologie keineswegs zu Lasten der Ausstattung. Der Ioniq electric bietet ebenso einen Spurhalteassistenten wie Einparkhilfen, eine Rückfahrkamera oder auch eine Geschwindigkeitsregelanlage mit automatischer Abstandserkennung. Hinzu kommt eine ausgezeichnete Konnektivität, dank derer sich sowohl Android-, als auch Apple-Smartphones mit dem Infotainmentsystem des Wagens verbinden lassen. Und die Möglichkeit, des kabellosen Ladens des Telefons ist auch noch gleich mit dabei.

Einzig der Preis lässt noch ein wenig schlucken. Der beginnt nämlich bei 33300 Euro für den Ioniq electric in der niedrigsten Ausstattungsvariante. Für die Premium-Ausstattung werden sogar 38000 Euro fällig.