Viel Platz auf kompaktem Raum

0
417

Mit dem SsangYong XLV hat der südkoreanische Allradspezialist eine um 24 Zentimeter verlängerte Version seines Kompakt-SUV Tivoli auf den Markt gebracht. Das 4,44 Meter lange Modell kombiniert hohe Vielseitigkeit mit noch mehr Platz: Bei einem unveränderten Radstand von 2,60 Metern ist das Kofferraumvolumen um 70 Prozent auf nunmehr 720 Liter gestiegen. Mit umfangreicher Serienausstattung an Bord ist der SsangYong XLV in Deutschland als Benziner ab 16 990 Euro und ab 19 490 Euro in der Diesel-Variante erhältlich.

Der coupé-artig wirkende XLV mit der scheinbar schwebenden Dachlinie hat gegenüber dem Tivoli einen längeren Karosserieüberhang am Heck und dadurch einen enormen Stauraum von 720 Liter (Foto: Dönges)
Der coupé-artig wirkende XLV mit der scheinbar schwebenden Dachlinie hat gegenüber dem Tivoli einen längeren Karosserieüberhang am Heck und dadurch einen enormen Stauraum von 720 Liter (Foto: Dönges)

Für den Vortrieb stehen zwei leistungsstarke 1,6-Liter-Motoren zur Wahl: der 128 PS starke e-XGi160 Benziner und der e-XDi160 Dieselmotor mit 115 PS. Beide Triebwerke erfüllen die Abgasnorm Euro 6 und lassen sich mit Front- und Allradantrieb kombinieren. Die Kraftübertragung übernimmt serienmäßig ein 6-Gang-Schaltgetriebe, das auf optimale Effizienz und direktes Ansprechverhalten ausgelegt ist. Alternativ ist eine 6-Stufen-Automatik erhältlich.

Der neue e-XGi160 Benziner entwickelt ein maximales Drehmoment von 160 Newtonmeter (Nm) bei 4600 Umdrehungen pro Minute und überzeugt mit gutem Geräusch- und Vibrationskomfort sowohl in der Stadt als auch auf der Autobahn. Der effiziente Dieselmotor setzt 300 Nm zwischen 1500 und 2500 Umdrehungen pro Minute frei. Ein Turbolader sorgt für eine ansprechende Leistungsentfaltung vor allem im unteren und mittleren Drehzahlbereich.

Verglichen mit dem Diesel läuft der Ottomotor etwas ruhiger und harmonischer und zeigt mehr Agilität beim Beschleunigen. Weder der Diesel noch der Benziner eignen sich für Rennfahrten, erweisen sich aber im Stadtverkehr sowie auf Landstraßen als spritzige, durchzugsfreudige Motoren. Ab Tempo 150 kommt auf der Autobahn selbst bei Kickdown kaum mehr Schub. Für den Alltag reicht die Beschleunigung aber allemal. Bei niedrigen Geschwindigkeiten reagiert der Antrieb auf den Druck aufs Gaspedal sehr spontan.

Der Selbstzünder ist zudem äußerst genügsam: In Verbindung mit Frontantrieb, Sechsgang-Schaltgetriebe und Start-/Stopp-Automatik benötigt der SsangYong XLV gerade mal 4,7 Liter Diesel je 100 Kilometer, was CO2-Emissionen von 121 g/km entspricht.

Der moderne und hochwertig gestaltete Innenraum des XLV versprüht trotz der kompakten Abmessungen des Autos ein luftiges Raumgefühl.
Der moderne und hochwertig gestaltete Innenraum des XLV versprüht trotz der kompakten Abmessungen des Autos ein luftiges Raumgefühl. (Foto: Dönges)

Einen guten Job machen die Bremsen, die das SUV kraftvoll verzögern und dem Piloten das gute Gefühl von Sicherheit und Kontrolle vermitteln. Auch bei hohen Geschwindigkeiten lassen sich Kurven sauber durchfahren.

Das Herzstück des Antriebsstrangs ist der optionale intelligente Allradmodus, mit dem SsangYong erneut seine 4×4-Expertise unter Beweis stellt. Das elektronisch gesteuerte On-Demand-System verteilt die Kraft je nach Straßenbeschaffenheit und Fahrbedingungen automatisch zwischen Vorder- und Hinterachse. In Kombination mit dem Berganfahrassistenten, einer Bodenfreiheit von 16,7 Zentimetern und Böschungswinkeln von 20 Grad (vorne) beziehungsweise 20,8 Grad (hinten) verwandelt sich der XLV in einen leistungsfähigen Offroader, der weder Stock noch Stein scheut.

Der SsangYong XLV wartet mit zahlreichen Assistenzsystemen auf. Der aktive Überschlagschutz (ARP) zum Beispiel verhindert ein Umkippen des Fahrzeugs bei plötzlichen Richtungswechseln, während der hydraulische Bremsassistent (HBA) die Bremskraft verstärkt, wenn der Fahrer in einer Notsituation nicht genügend Druck auf das Bremspedal ausüben kann. Ebenfalls an Bord ist neben dem elektronischen Stabilitätsprogramm (ESP) und dem Antiblockiersystem (ABS) mit elektronischer Bremskraftverteilung auch die Warnblinkautomatik ESS, die nachfolgende Fahrzeuge im Falle einer Notbremsung warnt, um einen Auffahrunfall zu verhindern. Kommt es dennoch einmal zu einer Kollision, bietet der XLV mit bis zu sieben Airbags Schutz, darunter ein Knie-Airbag für den Fahrer sowie Vorhang-Airbags.

Wie bereits beim Tivoli wird auch der SsangYong XLV in Deutschland mit 5-Jahres-Garantie bis 100 000 Kilometer Laufleistung angeboten.

SsangYong-Marketingleiterin Ute Margetts spricht von einem „kompakten, praktischen, vielseitigen und stylischen Allrounder. Der speziell für den europäischen Markt konzipierte XLV ist ein Familienfahrzeug in drei möglichen Ausstattungsversionen, das sowohl Kinderwagen und Reisebetten transportiert, als auch ein praktischer Begleiter für Menschen mit aktivem Lebensstil, die ausreichend Platz für Fahrräder und Golftaschen benötigen.

SsangYong Motors Deutschland ist seit 2011 der Importeur für die koreanische Modell-Palette. Im ersten Jahr verkaufte der Hersteller 500 Autos hierzulande, in diesem Jahr sollen es 4000 sein. Volumenmodelle sind der Korando und Tivoli. Vom XLV erwartet Deutschland-Geschäftsführer Ulrich Mehling in 2016 rund 400 Verkäufe. Derzeit hat SsangYong in Deutschland 211 Händlerstandorte, die bis 2018 auf 300 aufgestockt werden sollen.