Die Business-Klasse im Visier

0
354

Mit seinem neuen S90 nimmt Volvo die Business-Klasse ins Visier: Die Premium-Limousine soll die Mitbewerber in der oberen Mittelklasse vor allem mit technischen Innovationen das Fürchten lehren. Schick sieht sie auf jeden Fall schon einmal aus, die Schweden-Business-Klasse.

Der neue Volvo S90 macht optisch einen eleganten und doch dynamischen Eindruck. (Foto: Valentin)

Die flache und gestreckte Optik verleiht ihr einen dynamischen Auftritt, die stattliche Figur eine Eleganz, wie man sie in diesem Segment erwartet. Hinzu kommen kurze Überhänge, ein langer Radstand und nicht zuletzt die für Volvo charakteristische hohe Schulterlinie, die gleichermaßen Robustheit wie auch Kraft symbolisieren. Allerdings macht der S90 keineswegs optische Versprechen, die er nicht halten kann. Das wird beim Fahren der Limousine deutlich, die ruhig und fest auf der Straße liegt und ihre Insassen wiegengleich über den Asphalt schaukelt – selbst bei sportlicheren Fahrten, die dank einer vorbildlichen Motorisierung und perfekt abgestimmtem Fahrwerk kein Zauberwerk sind.

Vier verschiedene Motorvarianten stehen zur Einführung des S90 am 22. Juli zur Auswahl: Der Turbobenzindirekteinspritzer T5 mit 254 PS, der zusätzliche per Kompressor aufgeladene T6 AWD mit 320 PS sowie der Diesel D4 mit 190 PS und der D5 AWD mit 235 PS. Dabei verbrauchen die Motoren zwischen 4,4 und 7,2 Liter Kraftstoff im kombinierten Mittel. Das entspricht einem CO2-Ausstoß zwischen 116 und 165 Gramm pro Kilometer.

Was den Volvo S90 von vielen seiner Konkurrenten abhebt, sind allerdings nicht Optik und Fahrkomfort, sondern vor allem die technische Ausstattung. Da wartet der Schwede nämlich mit einer Reihe innovativer Technologien auf, die Sicherheit deutlich verbessern sollen. Olaf Meidt, Leiter der Presse- ud Öffentlichkeitsarbeit bei Volvo, bringt die Vision 2020 seines Unternehmens auf den Punkt: Künftig soll kein Käufer eines neuen Volvo mehr im Auto verletzt oder gar getötet werden.

Auch das Interieur genügt den Ansprüchen an die Premium Business-Klasse. (Foto: Volvo)
Auch das Interieur genügt den Ansprüchen an die Premium Business-Klasse. (Foto: Volvo)

Zu den Weltneuheiten, die im S90 zum Einsatz kommen, zählt die Wildtiererkennung, die nicht nur Zusammenstöße mit anderen Autos, sondern auch mit größeren Wildtieren verhindern soll. Ebenso neu ist die Fahrbahnranderkennung, die auch ohne sichtbare Markierung funktionieren soll. Sie hält das Fahrzeug durch leichte Lenkeingriffe in der Spur. Und sollte der Wagen doch einmal von der Straße abkommen, versucht ein energieabsorbierendes System Wirbelsäulenschäden bei den Insassen zu verhindern. Zudem macht Volvo einen weiteren Schritt Richtung teilautonomes Fahren. Bis zu einer Geschwindigkeit von 130 km/h kann der S90 nämlich eigenständig Gas geben, bremsen und sogar lenken.

Klingt bereits nach vollständig autonomem Fahren, ist es aber nicht. Denn per Sensor überprüft der Wagen, ob sich die Hände des Fahrers am Steuer befinden. Ist das nicht der Fall, wird das System deaktiviert. Und dann gibt es da noch eine Vernetzung, die dem Autobesitzer zusätzliche Arbeit abnehmen soll. Der S90 vereinbart nämlich auf Wunsch eigenständig einen Service- oder Reparatur-Termin in der Werkstatt und gleicht diesen mit dem Kalender des Besitzers ab – die nötigen Berechtigungen natürlich vorausgesetzt. Der Einstiegspreis für den Volvo S90 liegt für den kleinen Diesel in der Ausstattungsvariante Kinetic bei 42750 Euro.