i20 Active mischt Kleinwagenklasse auf

0
389

Vor 25 Jahren kam der koreanische Automobilhersteller Hyundai mit vier Modellen auf den deutschen Markt. Nach dem ersten Geschäftsjahr verzeichnete der Konzern knapp über 29 000 Verkäufe. Im zurückliegenden Jahr gingen über 108 000 Fahrzeuge über den Ladentisch, und in diesem Jahr wollen die Koreaner mit inzwischen 18 Modellen einen Marktanteil von 3,4 Prozent erreichen.

Der Erfolg des drittstärksten Importeurs (auf deutschen Straßen fahren inzwischen mehr als 939 000 Hyundai) baut auf vier Modellreihen auf. 25 Prozent entfallen auf die i30-Kompakt-Baureihe, 23 Prozent auf den Crossover ix35, 21 Prozent auf den

Innen präsentiert sich der modifizierte i20 aufgeräumt und mit viel Platz für Passagiere und Gepäck. (Foto: Dönges)
Innen präsentiert sich der modifizierte i20 aufgeräumt und mit viel Platz für Passagiere und Gepäck. (Foto: Dönges)

Kleinstwagen i10 und 14 Prozent auf den Kleinwagen i20, der in der Liga von VW Polo, Ford Fiesta oder Mazda2 spielt.

Insbesondere vom i20 erwarten sich der Konzern und die rund 480 Hyundai-Händler in Deutschland weiteren Aufschwung. Dem tragen die Koreaner Rechnung, indem sie den beliebten Kleinwagen ab sofort mit Dreizylindermotoren bestücken und die Baureihe um den i20 Active erweitern.

Der auf Crossover gestylte Active hat im Vergleich zum regulären i20 eine silberne Dachreling, einen optischen Unterfahrschutz in Silber vorne und hinten, Kotflügel und Seitenschweller mit matt-schwarzem Kunststoffschutz, die schwarz abgesetzte C-Säule als charakteristisches Design-Element, Aluminium-Pedale sowie bis zu 17 Zoll große Leichtmetallfelgen. Gleichzeitig wurde die Bodenfreiheit um 20 Millimeter auf 19 Zentimeter erhöht, die Fahrzeughöhe auf 1,53 Meter angehoben, so dass die erhöhte Sitzposition mehr Übersicht im Verkehr bietet und das Ein- und Aussteigen erleichtert.

In einem der größten Innenräume im sogenannten B-Segment (Kleinwagen) steht damit auch ein ordentliches Ladeabteil von 326 bis maximal 1042 Litern zur Verfügung. Fürs Wohlfühl-Ambiente sind vier mögliche Interieur-Farben, das beheizbare Lenkrad und die optionalen Ledersitze verantwortlich. Über die Ausstattungslinien „Classic“, „Trend“ und „Style“ lässt sich der i20 Active nach individuellen Wünschen gestalten.

Neben dem „Mini-SUV“ i20 Active bietet Hyundai auch den viertürigen und mit Heckklappe versehenen i20 als Limousine sowie das zweitürige Coupé an Front und Heck modifiziert an.

Die neue Motorengeneration, die auch in anderen Modellen verbaut werden soll, liefert als Benzin-Direkteinspritzer aus einem Liter Hubraum im Active 100 (Verbrauch 4,5 bis 4,8 Liter, CO2-Emissionen 100 bis 106 g/km) oder 120 PS (Verbrauch 5,1 Liter, CO2-Ausstoß 119 g/km) an die Vorderachse. Bei der 100 PS-Limousine beträgt der Verbrauch 4,3 bis 4,5 Liter (CO2 = 99 bis 104 g/km), der stärkere 120 PS-Motor (neben der Limousine auch im Coupé) benötigt 4,6 bis 4,8 Liter (CO2 = 107 bis 112 g/km).

Die Preise für den Active liegen je nach Ausstattung und Motorisierung zwischen 17 100 und 22 400 Euro. Die fünftürige Limousine (zwei Diesel, drei Benziner) kostet zwischen 12 100 Euro und 20 050 Euro, das i20 Coupé zwischen 17 950 und 20 550 Euro. Für den günstigsten Dreizylinder-Turbo müssen mindestens 15 650 Euro hingeblättert werden.

Hyundai sieht sich, so der Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Bernhard Voß, längst als europäische Marke. Zu 95 Prozent entstehen die Modelle im Konzern-Entwicklungszentrum in Rüsselsheim, zu 92 Prozent werden sie an europäischen Standorten gebaut.

In diesem Jahr wollen die Koreaner sieben neue Modelle auf den Markt bringen, darunter das Elektrofahrzeug Ioniq (auch als Hybrid- und Plug-in-Hybrid) mit über 200 Kilometern Reichweite.