Kadjar mischt den SUV-Markt auf

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Jedes vierte in Deutschland zugelassene Fahrzeug ist ein SUV. Da ist es nur allzu verständlich, dass Renault nach seinem Captur mit dem Kadjar ein weiteres Sports Utility Vehicle auf den Markt bringt.Während der Captur eher der Klasse der Mini-SUV zuzuordnen ist, positioniert sich der Kadjar eine Klasse darüber bei den kompakten Freizeitfahrzeugen – schon alleine aufgrund seines Aussehens. Das muskulöse Design, die markante Linienführung und die großen Räder mit den entsprechend in schwarz eingefassten Radhäusern vermitteln einen kraftvollen und zugleich dynamischen Eindruck, den der Kadjar auch bei den Testfahrten bestätigte.

Der 130 PS-Diesel mit 1,6 Liter Hubraum treibt das Fahrzeug erfreulich spritzig nach vorne und spricht dabei ausgesprochen gut auf das Gaspedal an. Den Verbrauch gibt Renault dabei mit 4,3 Litern für die Zweiradversion an. Noch sparsamer fällt der 110 PS-Motor aus. Er soll sich mit 3,8 Litern Diesel begnügen – eine entsprechende Fahrweise natürlich vorausgesetzt. Das würde einem CO2-Ausstoß von 99 Gramm pro Kilometer entsprechen. Als dritter Motor steht ein Turbobenziner mit 130 PS und einem Verbrauch von 5,6 Litern zur Auswahl.

Der Kadjar gefällt durch eine kraftvolle Optik und komfortable Ausstattung. (Foto: Valentin)
Der Kadjar gefällt durch eine kraftvolle Optik und komfortable Ausstattung. (Foto: Valentin)

Dass der Kadjar nicht nur sportlich, sondern auch komfortabel ist, dafür sorgen mehrere Assistenzsysteme. Dazu gehören neben einem Spurhaltewarner und einem Tote-Winkel-Helfer auch ein Abstandswarner und eine Verkehrszeichenerkennung, die den Fahrer warnt, wenn er die zulässige Geschwindigkeit überschreitet. Und Probleme bei der Parkplatzssuche gehören dank Easy Park Assistent der Vergangenheit an. Das halbautomatische System übernimmt die komplette Lenkarbeit beim Ein- und Ausparken. Der Fahrer muss nur noch Gas geben und bremsen.

Damit der Kadjar seinem robusten Äußeren auch abseits der Straße gerecht wird, hat Renault bereits dem Zweiradantrieb die erweiterte Traktionskontrolle „Extended Grip“ mit an Bord gegeben. Sie sorgt dafür, dass der Kompakt-SUV auch mit schwierigerem Untergrund gut zurecht kommt. Sollte es aber tatsächlich einmal ins Gelände gehen, ist der variable Allradantrieb nötig. Der kann wahlweise so eingestellt werden, dass das Drehmoment variabel zwischen Vorder- und Hinterrädern oder dauerhaft je zur Hälfte auf beide Achsen verteilt wird. Letzteres funktioniert allerdings nur bei Geschwindigkeiten bis 40 km/h – also in besonders unwegsamem Gelände oder auf vereisten Straßen.

Und auch beim Alltagsnutzen zeigt sich der Kadjar im wahrsten Sinne des Wortes ganz groß: Bei umgeklappter Rückbank fasst der Kofferraum des jungen Franzosen knapp 1500 Liter. Der Einstiegpreis für den Renault Kadjar liegt bei 19990 Euro für die niedrigste Ausstattungsvariante Life für den 130 PS-Benziner. Für den Allrad-Diesel mit 130 PS müssen in der höchsten Ausstattungslinie 33490 Euro gezahlt werden.