Bulli, die Sechste

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Wenn es unter den Nutzfahrzeugen ein Kultauto gibt, das für ein ganz bestimmtes Lebensgefühl steht, dann ist das zweifelsohne der Bulli. Pünktlich zu dessen 65. Geburtstag bringt Volkswagen die sechste Generation seines Busses auf den Markt.Rund zwölf Millionen Fahrzeuge wurden in den vergangen sechseinhalb Jahrzehnten von der T-Baureihe weltweit verkauft, die es auch weiterhin in drei verschiedenen Modellkategorien geben wird: Als Nutzwagen in Form eines Kastens oder Pritsche, als Großraumlimousine Multivan oder Caravelle sowie als Freizeitmobil California. Zum Verkaufsstart bietet VW für echte Bulli-Freunde das limitierte Sondermodell „Multivan Generation Six“ als Hommage an den Urvater der Baureihe, den T1, an. Wie dieser ist das Jubiläumsmodell in vier verschiedenen Zweifarblackierungen erhältlich.

Das Design des T6 hat sich während der Lebensdauer der Modellreihe freilich von Grund auf geändert. Die rundlichen Formen von damals ist einer prägnanten und starken Linienführung gewichen, wobei die charakteristische Mittellinien, die sich von der Front bis zum Heck über das Fahrzeug zieht als Bulli-typisches Merkmal auch in der jüngsten Generation erhalten geblieben ist. Viel wichtiger als die Optik ist bei einem Transporter ohnehin das Innenleben und da wartet der T6 mit einer ganzen Reihe elektronischer Helfer auf, die das Leben des Fahrers gehörig erleichtern.

Die Gegenüberstellung zeigt, wie sehr sich die T-Baureihe in den vergangenen 65 Jahren verändert hat. (Foto: Valentin)
Die Gegenüberstellung zeigt, wie sehr sich die T-Baureihe in den vergangenen 65 Jahren verändert hat. (Foto: Valentin)

Dazu gehört etwa das Umfeldbeobachtungssystem Front Assist, das den Abstand zum Vordermann mittels Radar überwacht und in Gefahrensituationen hilft, den Anhalteweg zu verkürzen. Ebenfalls erhältlich ist eine automatische Distanzregelung, die die Entfernung zum vorausfahrenden Fahrzeug misst und diese automatisch beibehält. Ihr ganzes Können spielt die Distanzregelung in Zusammenarbeit mit dem erhältlichen 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe aus. In diesem Fall bremst das System das Fahrzeug nämlich bis zum völligen Stillstand ab und fährt auch eigenständig wieder an, was zum Beispiel in Kolonnenfahrten oder Stausituationen eine erhebliche Erleichterung für den Fahrer bedeutet. Außerdem gehört eine City-Notbremsfunktion zu dem System, die bei Geschwindigkeiten unter 30 km/h das Fahrzeug automatisch abbremst, wenn ein Hindernis auftaucht, das der Fahrer nicht rechtzeitig erkennt.

Ebenfalls praktisch: Eine optional erhältliche Müdigkeitserkennung warnt den Fahrer, wenn dessen Fahrverhalten auffällig wird und empfiehlt ihm sogar, eine Pause einzulegen. Damit sagt VW dem gefürchteten Sekundenschlaf den Kampf an. Und auch wer den T6 als Zugmaschine für einen Anhänger oder Wohnwagen nutzt, darf sich über eine Neuerung freuen, die ihm das Leben erleichtert. Eine elektronische Gespannsstabilisierung sorgt dafür, dass der Anhänger weniger schlingert und sicher in der Spur bleibt.

Das Sondermodell „Generation Six“ ist mit seiner Zweifarblackierung eine Hommage an den Urvater der Bullis. (Foto: Valentin)
Das Sondermodell „Generation Six“ ist mit seiner Zweifarblackierung eine Hommage an den Urvater der Bullis. (Foto: Valentin)

Angetrieben wird der T6 von sechs verschiedenen Motoren – vier Diesel- und zwei Benzin-Aggregaten. Alle Motoren verfügen serienmäßig über ein Start-Stopp-System und BlueMotion-Technologie, wodurch sich der Verbrauch gegenüber dem Vorgänger deutlich verringert. Bis zu 0,7 Liter soll der T6 weniger verbrauchen. Die Diesel-Motoren leisten zwischen 84 und 204 PS, die beiden Benziner 150 bzw. 204 PS. Der Verbrauch liegt dabei zwischen 6,0 und 9,1 Litern. Wer in die Welt des T6 eintauchen will, muss für den kleinsten Diesel im Multivan mit 84 PS 29.952 Euro berappen. In der höchsten Ausstattungsvariante Highline kostet der Multivan mit 204 PS Diesel-Motor und 7-Gang-Dopplekupplungsgetriebe 67.990 Euro.