Ein Jeep mit italienischen Genen

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Vom immer noch wachsenden Markt der Sports Utility Vehicle beansprucht Jeep einen gehörigen Anteil für sich. Selbstbewusst bezeichnen sie sich sogar als SUV-Marke Nummer 1 auf der Welt und verweisen auf die historische Entwicklung.So stellte Jeep bereits 1941 den ersten leichten 4×4-Geländewagen der Welt vor und brachte 1963 mit dem Wagon den ersten echten SUV auf den Markt. Doch nicht nur die Erfolge der Vergangenheit zählen. Im vergangenen Jahr hat die Marke erstmals über 1 Million Fahrzeuge weltweit verkauft – davon über 10000 in Deutschland. Damit ist Jeep sogar die am stärksten wachsende Marke auf dem deutschen Automarkt. Das ist vor allem auch ein Verdienst des Jeep Renegade, der neben seinen amerikanischen Wurzeln auch eine Portion Gene aus Italien nicht verleugnen kann. Denn es ist das erste Fahrzeug von Fiat Chrysler Automobiles, das in Italien gebaut wird.

Der Renegade fühlt sich sowohl auf der Straße, wie auch im Gelände wohl. (Foto: Valentin)
Der Renegade fühlt sich sowohl auf der Straße, wie auch im Gelände wohl. (Foto: Valentin)

Die Folge ist ein Design, das kraftvoll wie ein Jeep wirkt, gleichzeitig aber an vielen Stellen verspielt wie ein Fiat ist, was den Renegade gerade für ein jüngeres Publikum interessant machen könnte. Zudem ist es der erste Kompakt-SUV für Jeep. Um seinem Auftrag, diese Klasse zu erobern, gerecht zu werden, haben ihm die Ingenieure allerlei Ausstattungsmerkmale mitgegeben, die die Konkurrenz bisweilen vermissen lässt. Dazu gehört etwa ein neu entwickeltes Allrad-System, das stufenlos zwischen Zwei- und Vierradantrieb wechselt – je nachdem, wie es die Fahrsituation verlangt. Das verleiht dem Renegade Stabilität, wenn es erforderlich ist, und schont den Tankinhalt, wenn das System nicht benötigt wird. Kombiniert mit der Jeep Selec-Terrain Traktionskontrolle bietet das Fahrzeug nahezu perfekte Fahreigenschaften bei jedem Untergrund und Witterungsverhältnissen.

Dass er aber nicht nur Offroad mit beachtlicher Dynamik punktet, sondern sich auch auf der Straße zuhause fühlt, dafür sorgt beim Renegade das erstmals in dieser Klasse überhaupt verbaute Neungang-Automatikgetriebe. Dabei kommen auch Frischluftfreunde auf ihre Kosten. Für sie steht wahlweise ein Glasschiebe- und Hubdach oder das neue My Sky-System zur Auswahl. Bei letzterem kann die Dachkonstruktion einfach herausgenommen und im Kofferraum verstaut werden. Abgerundet wird der positive Eindruck des neuen Kompakt-SUV aus dem Hause Jeep durch eine Fülle technischer Gimmicks und Assistenzsysteme, die ansonsten eher in höheren Fahrzeugklassen zuhause sind. Dazu gehören einen Anti-Beschlag-Automatik für die Frontscheibe, eine elektronische Überschlagsvermeidung, ein Kollisionswarner und Spurhalteassistent oder auch eine Bergan- und Abfahrhilfe. Der Einstiegspreis für den Jeep Renegade in der niedrigsten Ausstattungsvariante Sport liegt bei 19900 Euro.